“Die Sache mit der Selbstliebe” oder “Ich sitze !!NACKT!! vorm Spiegel!”

“Hey, das Leben ist zu kurz für irgendwann!”, immerhin bin ich noch lange nicht an meinem persönlichen Ziel angekommen. Ja, das Ding mit der Selbstliebe, hats schon in sich! 

Klar mag ich mich gerne! Zumindest an den meisten Tagen….

Ausser vielleicht nach einer Pizza Salami, mit Extrakäse und Zwiebeln. Oder an Tagen, an denen mir eine blöde, unnötige Jeans in der Umkleidekabine weissmachen will, dass 40 zu eng ist! “Beeindruckt mich nicht im geringsten!!! Ich bin ja nicht meine Kleidergrösse!!!! Blöder Designer!” Aber so ganz kalt lässts mich dann vielleicht doch nicht! Zumindest nicht immer. 


Warum also nicht dran bleiben und weiter an mir arbeiten? Lowcarb Pizza Boden war mein erster genialer Schachzug in Richtung Selbstliebe. Mässig erfolgreich, wenn man meiner unsympathischen Waage glaubt und auch richtig grausslich. 


Also hilfts nix! Ich muss wohl eine härtere Gangart einschlagen. Das Problem an der Wurzel angehen. Pizza Verzicht? Nein!!! Übertreiben woll mas ja auch nicht! Das Leben soll ja noch lebenswert bleiben.

 
“Wollen Sie sich in jeder Lebenslage annehmen und bedingungslos lieben?”  


“JAAA! Klar will ich das! Das klingt ja schon mal vielversprechend!” Aba ob das selbst nach einer 3,5 Stunden Running Sushi Tour mit Extra Nachspeise wirkt?” 


Ich bin gespannt!


“Der Kern der Unzufriedenheit liegt wohl irgendwo ganz hinten in meinem Unterbewusstsein” , steht da! Hmmm…macht Sinn! Vermutlich in der Gegend wo auch mein Bankomat Code gespeichert ist, den ich laufend vergesse.

  1. Schaffe zuerst einen Ort der Ruhe!
  2. Nun setzt du dich völlig nackt!!! in einer möglichst entspannten Haltung vor einen möglichst großen Spiegel. 
  3. Gehe in eine entspannte innere Haltung, tief atmen, den Tagesstress loslassen.
  4. Beginne dich nun ruhig und gelassen und liebevoll, ja regelrecht zärtlich, zu betrachten! Ohne Bewertungen. Lass deine Gedanken vorbeiziehen.

Da sitz ich nun also pudelnackt am Schlafzimmer-Boden.

So wie mich die Schöpfung geschaffen hat. “Ob die Übung vielleicht im Dunklen besser gewesen wäre?” fühl ich mich ein bisschen verunsichert.

Lausi ist im Kindergarten, mein Mann arbeiten. Nur mein Körper und ich. Zärtlich blicke ich mir tief in die Augen. “Der Spiegel würd auch wieder mal dringend geputzt gehören!” erreichen erste Gedanken meine FKK-Selbstliebe-Sitzung.


Liebevoll betrachte ich mich weiter! Und lächle mich schüchtern an. Von Moment zu Moment wird mir immer bewusster, warum Grösse 40 oft nicht mehr passt! “Bist du narrisch, bin ich fett geworden!” flüstert eine Stimme in meinem Kopf! Wie gemein!!!! Aber ich bewerte nicht!! Ich lasse diesen erbärmlichen, dummen, herzlosen, miesen Verräter-Gedanken ohne Aufmerksamkeit vorbei ziehen! 


“Ich bin perfekt, wie ich bin!”

bekunde ich meinem Spiegelbild meine tiefe Zuneigung! Nur der Schneidersitz muss echt nicht sein! Elfengleich ändere ich meine Sitzposition. “Wozu geh ich eigentlich regelmäßig laufen, wenn meine Oberschenkel noch immer so schwabbelig ausschauen?” Tief ein- und ausatmen! Nicht bewerten! Nicht beurteilen. “Ich bin genug! Ich bin gut! Ich bin wunderschön! Ich geh ab morgen jeden Tag joggen!”

 
Der Heizkörper macht eigenartige Geräusche… Als würde eine Maus im Rohr um ihr Leben kämpfen und sich grad qualvoll von dieser Welt verabschieden. 


“Du bist das Beste, was mir je passiert ist!”

steigere ich den Flirtkurs mit mir selbst! Langsam verbreitet sich schon der Duft meiner Kerze im ganzen Schlafzimmer. Ich bin angekommen! Ich bin entspannt! Ich bin es wert!

Die Maus dürfte mittlerweile über die Regenbogenbrücke gegangen sein. Es ist mucksmäuschenstill (was für ein Wortspiel!!!). 


Ich höre nur meinen Atem. “Mein Atem ist wunderschön! So wie alles an mir!” überhäufe ich mich mit positiven Gedanken. “Meine Haare sind wunderschön! Meine Ohren sind wunderschön! Meine Augen sind wunderschön!” 


Na bitte, geht ja! “Ich liebe mich genau so, wie ich bin!”

Plötzlich mitten im Rausche der Emotionen, im Flusse der Endorphine bleibt mein Blick am Bauch hängen! “Mein Bauch…., ja mein Bauch ist……., Ich habe einen Bauch!” schenke ich auch diesem Bereich meines Körpers meine tiefe Liebe und Zuneigung. 


“Was war das für ein Geräusch?” werde ich plötzlich brutal aus meiner Selbstliebe Reise gerissen! Es klingt, als würde jemand unten im Wohnzimmer gehen. “Oh mein Gott, waren das gerade Schritte?” 


“Dein Hals ist schön!” versuche ich meine Körpertour unbeirrt fortzuführen. Es fühlt sich toll an, so im Einklang mit sich selbst zu sein. Sich vollkommen anzunehmen. “Mein Hintern….., mein Hintern ist ein treuer Begleiter in allen Lebenslagen! Er ist immer da!” schicke auch in diesen Bereich meines Körpers positive Energie. 


“Shit, shit, shit… ….!”

Hab ich eigentlich die Terrassen Tür zugemacht?” beginnt mein wunderschöner Körper leicht zu zittern. “Mein Körper ist wunderschön, wenn er zittert!” 

Noch immer nehmen meine wunderschönen Ohren, Geräusche in unmittelbarer Nähe wahr. 


“Hallo………………………..!”

Hallo…………………………?”

“Pizzaservice!!!” 


ertönt eine tiefe Stimme. 


“Ahhh…… unsere Salami-Pizza ist da!” flüstere ich meinem Körper liebevoll, mit einem zufriedenen Lächeln zu! 

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