Ja, in letzter Zeit ist es hier bei Mama vom Mond etwas ruhiger geworden. Ich gestehe – in allen Punkten schuldig. Und meist auch zurechnungsfähig. Beruflich hat sich eine Menge getan und so bin ich vorübergehend zur Full-Time-Working-Mom mutiert. Chapeau an alle Mamis, die Kind und Vollzeitjob unter einen Hut bringen / unter einen Hut bringen müssen!

Ihr seid wahre Heldinnen!

Ihr habt meinen vollsten Respekt – leistet tagtäglich Großartiges! Und das muss auch einmal gesagt werden!

Im Nachhinein betrachtet, haben wohl auch meine Familie & ich dieses Experiment ohne gröbere Langzeitschäden überlebt, aber es war schon grenzwertig. Vor allem weil natürlich gerade in solchen Phasen, naturgemäß privat auch jede Menge los ist. Krankheiten, Enttäuschungen und vieles mehr zusätzlich an der Tür klopfen. An manchen Tagen war ich nah dran, den Verstand zu verlieren, in schlechtem Gewissen zu zerbrechen, eine Straftat zu begehen, oder kaffeesüchtig zu werden. Gefangen zwischen Rechenmaschine, Kindergarten-Faschingsfest, inneren Kämpfen, Business-Meeting und Schmutzwäsche.

Dennoch habe ich versucht in all dem Stress und trotz der vielen Herausforderungen positiv zu bleiben – auf mein inneres Gleichgewicht zu achten. In der U-Bahn habe ich regelmäßig in meinem kleinen Lebensfreude-Büchlein gelesen – “Die Freude liegt nicht in Dingen, sie liegt in uns selbst!” – während ich gleichzeitig meinem Sitznachbarn eine reinhauen hätte können, weil er die Hälfte meines Sitzplatzes mit seinem XL-Hintern in seiner XXL-Longsdale-Jogginghose besetzte. Ins letzte Eck gedrängt, zwischen bakterienverseuchtem U-Bahn-Fenster und menschlicher XL-Kampfmaschine, versuchte ich einen Anker in der Spiritualität zu finden:

Das Leben ist schön & und so ein Scheiß

Ja, es war eine schwierige Zeit. Eine Zeit in der mich, ein von der Feinkostverkäuferin nettes “Darfs ein bissal mehr sein?” schon an meine Grenzen brachte. “Na klor, hau drauf!!!! Salami, so viel du findest! Macht ja sowieso schon jeder was er will!!!! Mein Kind kennt kein “bitte” mehr ,sondern nur mehr ein “Hääääää”, meine Arbeitskollegin braucht morgen Urlaub, weil sie mit dem Meerschweinchen zum Homöopathen muss und überhaupt kann man mit mir ja scheinbar ohnedies machen, was man will! Also tob dich aus mit deiner Salami! Mir doch wurscht!

Nach einem 10 Stunden Arbeitstag, in viel zu engen Schuhen mit Blasen auf den Füßen, mit der Kindergartenpädagogin über die Defizite meines Zwergs beim “Seidenpapier schneiden” zu sprechen, machte mir gar nix aus! “Meine Haare sind fett, weil ich seit 3 Tagen keine Zeit zum Waschen hatte, mein Ehemann redet zur Zeit mit dem Sky Reporter mehr als mit mir und ich hab heut noch nichts gegessen, außer einem grauslichen, trockenen Kipferl, aber komm, bitte lass uns über Seidenpapier quatschen! Sehr gerne!”

Ja, auch solche Phasen gehören wohl dazu! Wenns läuft, dann läufts! Es ist halt nicht immer alles nur schön, aber wie mein schlaues, hilfreiches Büchlein schon sagt:

Kopf hoch, sonst kannst du die Sterne nicht sehen!

Vorausgesetzt man hat keine Genickstarre vom vielen Stress! (:

2 Replies to “Das Leben ist schön & so ein Scheiß”

  1. Oja, ja stressige Tage kommen und gehen und manchmal ist halt alles zu viel. Ich bin auch so eine, die 40 Stunden die Woche arbeitet, was an sich gut klappt. Nur Nachmittags/Abends ist die Energie schnell im Keller und ich muss mich oft richtig zu Hobbys, Kinderbespaßung und Hausarbeit aufraffen. Möge doch bald der Sommer kommen! Dann lunger ich nachmittags nur noch draußen rum, quatsche mit anderen Eltern und tanke Energie, während die Kinder mit Freunden spielen. (Denn draußen sehe ich das Haushaltschaos nicht.)

    1. Hallo! Wow …. meinen vollen Respekt. 40 Stunden die Woche ist eine großartige Leistung. Beide Daumen hoch! Toll, dass du das alles unter einen Hut bekommst. Und ja, im Sommer ist irgendwie alles einfacher & stressfreier (: Ich freu mich auch schon wieder auf die Zeit! Viele Grüße aus Wien!

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