Mama, Wauwau, Aua –  die ersten Worte des Nachwuchses bleiben meist ein Leben lang unvergessen. Glück, Aufregung ……. – Lausis erstes MIAU hat mich mit tiefem Stolz erfüllt. Und wie schön und deutlich er es ausgesprochen hatte.

 

Miiiiaaaaauuuuuu

 

Ganz ohne grammatikalischen Fehler – mein kleines Sprach-Genie! Ein großer Meilenstein für die Literatur – für unsere Familie.

 

Und dann ging es Schlag auf Schlag. Von Tag zu Tag erweiterte sich sein Wortschatz und die Verständigung klappte immer besser. Die neu erworbene Fähigkeit brachte auch zahlreiche Vorteile im Alltag. So konnte Lausi z.B. endlich konkret benennen, was genau er wollte, wenn er sich schreiend auf den Supermarkt-Boden warf. Kommunikation der Schlüssel zu chilligen, friedlichen Einkaufs-Trips? NNNEEEEIIIINNNNN!!!!!! Natürlich nicht! Das wäre wohl eine viel zu einfache Lösung. Immerhin wollen Eltern doch gefordert werden! Aber zumindest wussten wir so meist, was genau Grund für den Tobsuchtsanfall in der Tiefkühlabteilung war.

 

 

Erste Sätze wurden gebildet: “Mami mit!” – “Nein, Nein, Nein!” – “Papi lieb.” Die sprachliche Entwicklung war erstaunlich und bereitete uns allen viel Freude.

 

Laufend neues Vokabular – auch im Kindergarten erfolgte reger Austausch zwischen den kleinen Mini-Speakern:

Diot, geil, selber Blödmann

Fast täglich schnappte Lausi neue Wörter auf und präsentierte sie stolz der ganzen Welt! “Oma blöde Kuh!”

 

 

Aktuell, mit mittlerweile 4,5 Jahren klappt die Satzbildung bereits perfekt und mit dem vorhanden Wortschatz können problemlos Endlos-Diskussionen geführt werden. Egal ob früh morgens oder spät nachts, die passenden Worte werden im Nu gefunden:

 

“Die Haube juckt mich aber!” – “Muss ich mit 6 Jahren auch in die Schule gehen? Ich will aber nicht!” – “Ich bin doch noch nicht bereit für Fußball!” – “Fang du an einzuräumen – ich helfe dir dann! – “Meine Zehen bekommen aber keine Luft in den Schuhen!” – “Eigentlich hast du mich falsch verstanden!” – “Ich bin aber noch nicht müde!” – “Das ist nicht gelb – Das ist grün!” –  “Damals, als ich 3 war, hast dus mir aber  versprochen!” – “Nein, ich muss nicht Lulu, die Hose zwickt nur!” – “Und warum darf Papa aus der Flasche trinken?” – “”Nein! Ich will nicht Zähne putzen, sonst kommt die Zahnfee nie!” – Ich kann das schon alleine, ich bin ja schon 4!”

 

 

Die neue Winterjacke mit der falschen Farbe. Das Zubettgehen, das nicht richtig geschnittene Wurstbrot oder die Stimme des Grüffelos bei der Gute Nacht Geschichte – Diskussionspotential schlummert in vielen harmlos wirkenden Alltags-Situationen.

 

Meinungsstabil und sprachlich versiert wachsen in unseren Wohnzimmern wohl gerade die Göthe´s, Schillers´s und Shakespeare´s der Zukunft heran. Kernargumente, Faktencheck – unterschätze bloß nie die Überzeugungskraft und das Durchhaltevermögen eines 4jährigen Kindes.

 

Genug der Worte, lasset Taten folgen!

Tief durchatmen, gelassen bleiben, Schoki-Schoki-Schoki und dann auf ein Neues – Herzlich Willkommen im Debattier-Club. Worte sind geduldig – müssen nur mehr, WIR selbst es werden! (((:

 

 

Nichts mehr versäumen: Mama vom Mond auf Facebook

 

 

 

 

 

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